Besichtigung der Fürstenberg Brauerei

Am 08. April durften wir gemeinsam mit dem Lions Club Donau-Neckar die Fürstenberg Brauerei besichtigen.

Am Treffpunkt vor dem Braustüble wurden Warnwesten verteilt, welche während der gesamten Zeit auf dem Gelände getragen werden mussten.

Unsere Führerin Elvira Thielsch begann die Führung auf dem Innenhof der Brauerei. Hier steht seit einigen Jahren ein Falkenhorst. Die Falken sorgen dafür, dass sich keine Tauben im Bereich der Brauerei einnisten und sind daher gern gesehene Gäste. Allerdings haben auch schon Störche versucht, sich auf dem Horst niederzulassen. Das Nest konnte aber erfolgreich umgesiedelt werden.

Darauf führte und Frau Thielsch in das Brauereimuseum. Anhand eines Modells der gesamten Brauerei erklärte sie uns die Lage der Speicher und Lager, Braukessel und der Abfüllanlage. Das gesamte Gelände von 50.000 qm ist unterkellert.

In den letzten Jahren wurde die Brauerei zweimal bestohlen. Ziel waren die Aluminium-Fässer. Das Interessante: Die Diebe wollten nicht den doch recht hohen Schrottwert der Fässer, sondern wollten die Fässer für die Fußball-WM selbst befüllen und das Bier auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Beim zweiten Versuch, der nicht wie beim ersten Mal mit einem Transporter, sondern mit einem Sattelschlepper stattfand, versank der LKW jedoch im Schlamm und blieb deshalb am „Tatort“ zurück.

Darauf durften wir das Sortiment der Brauerei begutachten. Hierzu zählen das überall bekannte Pilsener sowie das Export, ein Radler und drei Weizensorten. Auch alkoholfreie Varianten der Biere sind zu haben. Ein nicht ganz so herbes Bier ist das Gold. Außerdem gibt es ein Cola-Weizen, das Qowaz. Aus einer Brauereiübernahme führt die Fürstenberg Brauerei auch die Marke „Schalander“.

Anschließend wurde uns ein Film über die Geschichte der Brauerei gezeigt. Das Bier wird mit langer Tradition und sehr viel Leidenschaft von den Braumeistern gebraut. Im weiteren Verlauf des Museums konnte man zunächst die Hauptbestandteile des Bieres betrachten: Hopfen, Malz, Gerste und Hefe, darauf folgten einige historische Geräte wie sie sowohl zum Bierbrauen, als auch zum Bierzapfen verwendet wurden. Ein Beispiel hierfür ist der Haustrunk. Noch heute bekommen Mitarbeiter, je nach Beschäftigungsverhältnis, 1-6 Kisten Bier nach Wahl pro Monat. Nach dem Ausscheiden aus der Firma bleibt eine Betriebsrente in Form von 3 Kisten im Monat.

Im weiteren Verlauf der Besichtigung sahen wir das Sudhaus mit den großen Kupferkesseln und den Gärkeller. Das besondere an der Hefe der Brauerei ist, dass diese oben schwimmt und so einfach abgetragen werden kann. Die Hefe lagert übrigens in einer Hefebank. Sollte es Problem mit der Hefe in der Brauerei geben, kann neue Hefe aus der Hefebank nachgezogen werden.

Zum Ende der Besichtigung sahen wir die Flaschenabfüllung. In einer großen Anlage werden die Flaschen voll automatisch abgefüllt und in die Kisten gesetzt.

Zum Abschluss mussten wir das von Kaiser Wilhelm als „Tafelgetränk Seiner Majestät des Kaiser“ eingestufte Getränk selbstverständlich bei einem Ausklang im Braustüble probieren.

Für uns Leos war der Abend sehr interessant und spannend. Wir bedanken uns beim Lions-Club Donau-Neckar und Frau Thielsch für die Führung und den gemütlichen Ausklang und freuen uns bereits auf weitere gemeinsame Unternehmungen.

– Florance –

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